Die häufigsten Fehler sind zu langes Zuwarten, unklare Gesprächsziele und ein falscher Rollenwechsel zwischen Zuhören, Schlichten und Entscheiden.
Viele Führungskräfte hoffen zunächst, dass sich Spannungen von selbst lösen. Dadurch verhärten sich Positionen, Lager bilden sich und das spätere Gespräch startet nicht mehr bei einem Sachkonflikt, sondern bei verletztem Vertrauen. Ein zweiter Fehler ist, zu allgemein zu bleiben: Wenn niemand weiß, was am Ende geklärt sein soll, bleibt das Gespräch emotional, aber folgenlos.
Ebenfalls heikel ist ein vermeintlich fairer Stil ohne Führung. Wenn du beide Seiten nur reden lässt, aber keine Struktur, keine Stopps bei Angriffen und keine Verbindlichkeit setzt, wirkt das zwar offen, löst aber wenig. Umgekehrt ist vorschnelles Urteilen genauso problematisch, weil sich eine Seite dann nicht mehr gehört fühlt.
Gut ist ein Gespräch erst dann, wenn nachher klar ist, welches Verhalten sich ändern muss, wer wofür Verantwortung trägt und wann du den Fortschritt überprüfst.