Ein typischer Fehler ist, das Thema zu lange laufen zu lassen. Dann staut sich Ärger auf, und das erste Gespräch wird schärfer, als es sein müsste. Ein weiterer Fehler ist, zu allgemein zu bleiben: Wenn du nur sagst, dass Pünktlichkeit wichtig ist, ohne konkrete Situationen zu benennen, bleibt das Gespräch unverbindlich.
Ebenso problematisch ist es, entweder zu weich oder zu hart einzusteigen. Zu weich wirkt ausweichend und führt oft dazu, dass der Mitarbeiter das Thema herunterspielt. Zu hart erzeugt Rechtfertigung, Widerstand oder Rückzug. Auch moralische Bewertungen wie „Das ist respektlos“ helfen selten, wenn du noch gar nicht verstanden hast, was hinter dem Verhalten steckt.
Am wirksamsten ist ein klarer Dreischritt: Verhalten benennen, Auswirkung erklären, Ursache klären und dann eine eindeutige Vereinbarung treffen. Wenn du zusätzlich einen Zeitpunkt für die Nachverfolgung festlegst, wird aus einem unangenehmen Gespräch ein echter Führungsmoment.