Starte mit einem klaren Rahmen: Ziel des Gesprächs ist nicht, sofort Schuld zu klären, sondern die Sicht des Mitarbeiters zu verstehen und die Grundlage für eine gemeinsame Klärung zu schaffen. Benenne deshalb Neutralität ausdrücklich und mache deutlich, dass du beide Seiten getrennt anhörst.
Im Gespräch helfen offene Fragen, konkrete Beobachtungen und ruhige Struktur. Frage zum Beispiel nach auslösenden Situationen, wiederkehrenden Mustern und den Auswirkungen auf Zusammenarbeit und Leistung. Trenne dabei Fakten, Bewertungen und Emotionen. So vermeidest du, dass sich das Gespräch in Vorwürfen verliert.
Wichtig ist auch, den Blick nach vorn zu lenken: Was müsste passieren, damit ein gemeinsames Gespräch sinnvoll wird? Wozu ist der Mitarbeiter bereit, wozu noch nicht? Ein gutes Einzelgespräch endet nicht mit einem Urteil, sondern mit mehr Klarheit, weniger Eskalation und einer realistischen Einschätzung der Lösungsbereitschaft.