Mitarbeiter blockt ab
Widerstand in konstruktive Gespräche verwandeln
Mitarbeiter blockt ab – so durchbrichst du die Mauer
Kennst du das? Du schlägst etwas vor und dein Mitarbeiter blockt sofort ab. "Das funktioniert nicht", "haben wir schon probiert", "zu riskant". Hier lernst du, wie du hinter die Mauer blickst und echte Gespräche führst.
Warum erfahrene Mitarbeiter neue Ideen blockieren
Du kommst mit einer neuen Idee ins Meeting. Bevor du zu Ende gesprochen hast, siehst du schon das Kopfschütteln. "Das haben wir schon mal probiert", "zu kompliziert", "funktioniert in der Praxis nicht". Du fühlst dich wie gegen eine Wand zu reden. Jeder Vorschlag wird sofort zerpflückt, bevor er überhaupt durchdacht wurde.
Was du erlebst, ist kein böser Wille. Menschen wie Thomas sind oft die erfahrensten in deinem Team. Sie haben 15, 20 Jahre Berufserfahrung und unzählige gescheiterte Projekte miterlebt. Für sie ist bewährte Erfahrung Gold wert – und jede Veränderung ein potentielles Risiko. Sie sehen sich als Beschützer des Teams vor unnötigen Experimenten.
Ihr Widerstand kommt aus echter Sorge: Was passiert, wenn das neue System nicht funktioniert? Wer räumt dann das Chaos auf? Sie haben gelernt, dass funktionierende Prozesse kostbar sind und nicht leichtfertig geändert werden sollten. Das macht sie zu wertvollen Bewahrern – aber auch zu Blockierern von notwendigen Veränderungen.
Der Schlüssel liegt nicht darin, ihren Widerstand zu brechen, sondern ihn zu verstehen und zu nutzen. Ihre Bedenken sind oft berechtigt – und wenn du sie ernst nimmst, werden sie zu deinen wertvollsten Beratern für realistische Umsetzung.
So könnte das Gespräch verlaufen
Thomas Hartmann zeigt typisches Abwehrverhalten bei Veränderungsvorschlägen
Der typische Fehler
Du stellst eine neue Software für das Team vor
Wir führen nächsten Monat das neue CRM-System ein. Das wird unsere Effizienz deutlich steigern.
Das haben wir vor 10 Jahren schon mal probiert – hat nicht funktioniert. Warum sollen wir etwas ändern, das funktioniert?
Thomas, du musst offener für Neues sein. Alle anderen Abteilungen nutzen das schon erfolgreich.
Ich mache meinen Job seit 18 Jahren richtig. Die jungen Leute verstehen nicht, wie komplex das hier ist.
Thomas fühlt sich angegriffen und wird noch unkooperativer.
Ein besserer Ansatz
Du holst Thomas als Experten ins Boot
Thomas, du kennst unser System am besten. Welche Probleme siehst du bei einer CRM-Umstellung?
Das Hauptproblem ist die Datenqualität. Wenn wir die alten Daten falsch übertragen, haben wir monatelang Chaos.
Genau das befürchte ich auch. Könntest du einen Plan entwickeln, wie wir das vermeiden?
Wenn wir das schrittweise machen und ich die Datenprüfung übernehme, könnte das funktionieren.
Thomas wird zum Verbündeten und bringt seine Expertise konstruktiv ein.
Thomas Hartmann
ISTJ – "Der Bewahrer"52 Jahre • Mitarbeiter
Thomas ist 52 Jahre alt und seit 18 Jahren im Unternehmen. Er kennt jeden Prozess, jede Regel und jede Ausnahme auswendig. Für ihn ist bewährte Erfahrung mehr wert als neue Trends. Veränderungen bedeuten für ihn Chaos und vermeidbare Fehler.
Typische Sätze: "Das haben wir vor 10 Jahren schon mal probiert – hat nicht funktioniert.", "Warum sollen wir etwas ändern, das funktioniert?"
💡 Dieser Persönlichkeitstyp verursacht häufig das Führungsproblem "Mitarbeiter blockt ab".
Im Gespräch mit blockierenden Mitarbeitern
So gewinnst du erfahrene Skeptiker für neue Ideen
Empfohlene Strategien
Bewährte Ansätze für effektive Führung
Hole ihn als Experten ins Boot
Frage nach seiner Einschätzung der Risiken und Herausforderungen – er kennt sie wirklich.
Anerkenne seine Erfahrung explizit
"Du hast schon viele Projekte miterlebt" zeigt Respekt für sein Wissen.
Liefere konkrete Daten und Beispiele
Erfahrene Mitarbeiter brauchen Beweise, nicht nur Versprechungen.
Plane Veränderungen schrittweise
Kleine, kontrollierbare Schritte reduzieren das Risiko und seinen Widerstand.
Gib ihm Kontrolle über Teilbereiche
Lass ihn die Qualitätssicherung oder Risikoanalyse übernehmen.
Zu vermeidende Fehler
Häufige Stolpersteine und wie man sie umgeht
Seine Bedenken als rückständig abtun
Das bestätigt nur sein Gefühl, dass junge Führungskräfte naiv sind.
Mit anderen Abteilungen vergleichen
"Die anderen können das auch" ignoriert die Einzigartigkeit seines Bereichs.
Autoritär durchdrücken wollen
Das aktiviert seinen Widerstand und macht ihn zum passiven Saboteur.
Emotionale Appelle verwenden
"Sei doch mal positiv" wirkt auf ihn unprofessionell und naiv.
Ihm keine Zeit zum Durchdenken geben
Spontane Entscheidungen sind für ihn oberflächlich und gefährlich.
Trainiere Voice-basierte Rollenspiele mit verschiedenen Mitarbeitertypen. So oft du willst, ohne Konsequenzen.
Häufige Fragen zu diesem Führungsproblem
Das fragen sich andere Führungskräfte auch
Woran erkenne ich, dass mein Mitarbeiter ein ISTJ-Persönlichkeitstyp ist?
Warum blockt mein Mitarbeiter ständig neue Ideen ab – ist das Absicht?
Wie bereite ich mich auf das Gespräch mit einem abblockenden Mitarbeiter vor?
Wie fange ich das Gespräch am besten an, ohne dass mein Mitarbeiter sofort abblockt?
Was mache ich, wenn mein Mitarbeiter im Gespräch sofort mit Gegenargumenten kommt?
Wie geht es nach dem Gespräch weiter – was muss ich beachten?
Bringt so ein Gespräch überhaupt etwas – oder wird alles nur noch schlimmer?
Wann reicht ein Gespräch nicht mehr aus – wann muss ich HR einschalten?
Wie funktioniert das KI-Training für schwierige Mitarbeitergespräche?
Ist ein KI-Rollenspiel wirklich vergleichbar mit einem echten Mitarbeitergespräch?
Wie viel Zeit muss ich für das Training einplanen?
Wo finde ich mehr Informationen über den ISTJ-Persönlichkeitstyp als Führungskraft?
Übersicht aller Führungsprobleme
Jedes Führungsproblem erfordert spezifische Lösungsansätze. Entdecke, wie du verschiedene Herausforderungen erfolgreich meisterst.