Am greifbarsten wird der Ablauf an echten Beispielen. Wenn du im Vertrieb den Einwand „zu teuer“ trainieren willst, legst du im Produkt im Dashboard zuerst dein Angebot an: Nutzenversprechen, Preismodell, typische Wettbewerber, Zielkunde und bekannte Einwände. Danach gehst du in den Rollenspiel-Generator und beschreibst die Lage konkret, zum Beispiel: Erstgespräch mit einem Einkaufsleiter aus dem Mittelstand, Interesse ist da, aber der Preis wird früh angegriffen. Als Gegenüber setzt du nicht „Vertriebstraining“, sondern die echte Live-Gegenseite: den skeptischen Entscheider oder Einkäufer. Anschließend führst du das Gespräch in der Voice-Simulation live per Audio, so wie im echten Call.
Bei einer Führungskraft sieht es ähnlich aus, nur mit anderem Gegenüber. Du willst ein kritisches Feedbackgespräch vorbereiten, weil ein Mitarbeiter Deadlines reißt und auf Rückfragen ausweichend reagiert. Im Dashboard brauchst du dafür kein Verkaufsprodukt, sondern den Gesprächskontext: Rolle des Mitarbeiters, Team-Situation, bisherige Vorfälle, sensible Punkte und dein Ziel für das Gespräch. Im Rollenspiel-Generator wählst du dann die konkrete Situation aus, etwa Feedback unter Spannung nach einem wiederholt verpassten Projektmeilenstein. Als Gegenüber definierst du den Mitarbeiter mit seiner Haltung, zum Beispiel defensiv, genervt oder innerlich schon im Rückzug. Dann startest du wieder die Voice-AI-Simulation und sprichst frei, statt Antworten zu tippen.
Auch für Akquise oder Discovery ist der Ablauf bewusst einfach gehalten. Wenn du zum Beispiel Handwerksbetriebe anrufst, hinterlegst du im Dashboard dein Angebot, die Zielbranche, typische Pain Points, branchenspezifische Begriffe und die Einwände, die du in echten Gesprächen hörst. Im Rollenspiel-Generator erstellst du daraus ein Szenario wie: erster Telefonkontakt mit einem Inhaber, wenig Zeit, hohe Skepsis gegenüber neuen Anbietern. Beim Feld Gegenüber definierst du genau diese Person – also den gestressten Betriebsinhaber, nicht dich selbst. In der Live-Simulation testest du dann, ob dein Einstieg trägt, ob du Bedarf sauber aufdeckst und wie dein Gegenüber auf Formulierungen reagiert.
Nach jedem Durchlauf zeigt dir Careertrainer.ai nicht nur ein Bauchgefühl, sondern eine strukturierte Auswertung: Szenarioziele, bewertete Kernkompetenzen und konkrete Stellen aus deinem Gespräch. So siehst du schnell, ob du beim Preis zu früh nachgegeben hast, im Feedbackgespräch zu unklar warst oder in der Akquise den Nutzen nicht präzise genug gemacht hast. Genau deshalb wirkt der Ablauf so praxisnah: Du setzt vor dem Start die relevanten Felder in Produkt, Generator und Gegenüber sauber auf, führst das Gespräch live und wiederholst anschließend dieselbe Situation mit besserem Ansatz.